Weg vom reinen Stoff-Durchnehmen hin zu tiefem Verstehen und Anwenden in authentischen Kontexten. Ziel ist Fachwissen plus die „6C“: kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration, Kommunikation, selbstgesteuertes Lernen und akademisches Selbstbewusstsein (academic mindset).
Lehrkraft = erst Instructor, dann Coach. Prüfungskultur erweitert um Portfolio- und Performance-Assessment.
Gut belegte Effekte auf Transfer, Motivation und Abschlussquoten (US-Studien; Mehta/Fine „In Search of Deeper Learning“). Knackpunkt in der Praxis: Phase 1 nicht verkürzen — ohne solide Wissensbasis kein tiefes Lernen.
Grundlagen klassisch, dann Projektblock mit echtem Produkt — z. B. die Monte-Carlo-Woche im Wahlbereich Mathe 11 oder Webprojekte in Informatik: der Wahlbereich-Block ist schon fast Deeper Learning.
Fest im Stundenplan verankertes Lernformat: mindestens 4 Unterrichtsstunden pro Woche arbeiten Schüler — jahrgangsübergreifend, in selbstgewählten Teams — an eigenen Zukunftsfragen entlang der 17 SDGs und setzen reale Projekte in Schule und Kommune um. Ohne Noten; Lehrkräfte begleiten statt zu unterrichten.
Allgemeines, bundesweites Konzept von Schule im Aufbruch (Rasfeld) — nicht IBB-spezifisch; über 100 Schulen aller Schularten machen mit. Verwandt mit Deeper Learning: FREI DAY ist quasi eine institutionalisierte Form der Phasen 2–3 (Ko-Kreation + authentische Leistung), setzt aber stärker auf völlig freie Themenwahl und verzichtet ganz auf Instruktion und Noten.