Doc Alvers Mathe-Labor

Abitur-Training: Stochastik — Leistungskurs

Berufliches Gymnasium · Pflichtaufgabe 3 · Leistungskurs · drei Aufgaben, Anforderungsbereiche I bis III
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Endkontrolle in der Leuchtenfertigung

AFB I · Reproduzieren

Ein Betrieb fertigt Akku-Handleuchten. Jede Leuchte durchläuft nacheinander drei Prüfungen: die Maßprüfung (Ereignis $M$: Maß in Ordnung), die Dichtheitsprüfung (Ereignis $D$) und die Funktionsprüfung (Ereignis $F$). Erfahrungsgemäß werden $4\ \%$ der Leuchten bei der Maßprüfung, $5\ \%$ bei der Dichtheitsprüfung und $10\ \%$ bei der Funktionsprüfung beanstandet. Die drei Prüfungen sind voneinander unabhängig; jede Leuchte durchläuft alle drei.

0,96M0,04M̄0,95D0,05D̄0,95D0,05D̄0,9M D F0,1M D F̄0,9M D̄ F0,1M D̄ F̄0,9M̄ D F0,1M̄ D F̄0,9M̄ D̄ F0,1M̄ D̄ F̄M: Maß in Ordnung · D: dicht · F: Funktion in Ordnung
Das Baumdiagramm der drei Prüfungen. An jedem Ast steht die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Schritt.
  1. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine zufällig ausgewählte Leuchte alle drei Prüfungen besteht.
  2. Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Leuchte bei genau einer der drei Prüfungen beanstandet wird.
  3. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Leuchte mindestens eine Beanstandung erhält.
  4. Täglich werden $2500$ Leuchten gefertigt. Geben Sie an, wie viele davon im Mittel einwandfrei sind und wie viele mindestens eine Beanstandung erhalten.

Woher stammt die Zelle?

AFB II · Zusammenhänge herstellen

Die Akkuzellen für die Leuchten kommen von zwei Zulieferern: $70\ \%$ der Zellen liefert Zulieferer 1 (Ereignis $Z_1$), $30\ \%$ Zulieferer 2 (Ereignis $Z_2$). Von den Zellen des ersten Zulieferers sind $2\ \%$ schadhaft (Ereignis $S$). Insgesamt sind $3{,}2\ \%$ aller gelieferten Zellen schadhaft.

kP(X = k)O246810121416182022240,030,060,090,120,15eine halbe StandardabweichungErwartungswert 12
Die Verteilung von X für n gleich 40 und p gleich 0,3. Grün markiert sind die Werte innerhalb einer halben Standardabweichung um den Erwartungswert.
  1. Bestimmen Sie den Anteil der schadhaften Zellen bei Zulieferer 2.
  2. Eine zufällig entnommene Zelle ist nicht schadhaft. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie von Zulieferer 1 stammt.
  3. Aus einer großen Lieferung werden $40$ Zellen zufällig entnommen; die Zufallsgröße $X$ zählt die Zellen von Zulieferer 2. Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass $X$ um höchstens eine halbe Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht.
  4. Ermitteln Sie, wie viele Zellen mindestens geprüft werden müssen, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens $99\ \%$ wenigstens eine schadhafte Zelle darunter ist.

Hält der Akku, was die Werbung verspricht?

AFB III · Reflektieren und Beurteilen

Der Betrieb wirbt damit, dass mindestens $85\ \%$ der Akkus nach $500$ Ladezyklen noch mindestens $80\ \%$ ihrer Anfangskapazität haben. Ein Prüflabor testet $200$ zufällig ausgewählte Akkus; $163$ davon erfüllen die Bedingung. Die Werbeaussage soll mit einem Signifikanztest auf dem Signifikanzniveau $\alpha = 5\ \%$ überprüft werden. Die Zufallsgröße $X$ zählt die Akkus in der Stichprobe, die die Bedingung erfüllen.

  1. Geben Sie Null- und Gegenhypothese an, begründen Sie die Testrichtung und berechnen Sie Erwartungswert und Standardabweichung von $X$ unter $H_0$.
  2. Bestimmen Sie den Ablehnungsbereich der Nullhypothese und geben Sie die tatsächliche Wahrscheinlichkeit für einen Fehler 1. Art an.
  3. Entscheiden Sie anhand der Stichprobe und formulieren Sie eine Empfehlung für das Prüflabor.
  4. Nehmen Sie an, in Wahrheit erfüllen nur $80\ \%$ der Akkus die Bedingung. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für einen Fehler 2. Art und deuten Sie das Ergebnis.